ÜBER MOMOTECH

Das Projekt „Monitoring von Motivationskonzepten für den Techniknachwuchs“ (MoMoTech)

Die Datenbank ist ein Teil des wissenschaftlichen Projekts Monitoring von Motivationskonzepten für den Techniknachwuchs. Dieses wurde 2007 vor dem Hintergrund eines immer größer werdenden Angebots an MINT (Mathematik-Informatik-Naturwissenschaft-Technik) Aktivitäten und einer bislang fehlenden umfassenden Untersuchung zur Frage, welche Projektansätze die größte Wirkung erzielen, als breit angelegte Evaluationsstudie gestartet. Noch bis 2010 wird die Wirkung von Angeboten und Aktivitäten zur Förderung des Interesses an Technik und Naturwissenschaften bei Kindern und Jugendlichen untersucht.

Das Projekt MoMoTech wird gemeinsam von acatech – DEUTSCHE AKADEMIE DER TECHNIKWISSENSCHAFTEN, der Universität Stuttgart und der RWTH Aachen als Evaluationsstudie durchgeführt. Ziel ist es, die vielfältige und innovative Angebotspalette im MINT Bereich zu systematisieren und eine wissenschaftliche Typologisierung anzulegen. Über 1000 Angebote, die sich an Kinder im Vorschulalter, Schülerinnen und Schüler, Studierende, speziell an Mädchen bzw. jungen Frauen und auch an Pädagogen und Lehrende richten, wurden in einer Datenbank zusammengetragen und analytisch aufbereitet. In dieser wissenschaftlich genutzten Datenbank befinden sich neben Informationen zur Zielsetzung und Zielgruppe auch umfangreiche Informationen zur Angebotsverfügbarkeit, Dauer der Angebote, didaktisches und methodisches Konzept, Themen, Projektlaufzeit und Informationen zu den Trägern. Aus Basis dieser Informationen wurden die Angebote kategorisiert und für eine zweistufige Evaluation aufbereitet.

Das Evaluationskonzept sieht vor, in einem ersten Schritt die Angebote auf ihre Tragfähigkeit, ihre Inhalte und Methoden hin zu untersuchen sowie auf die Umsetzung ihrer Ziele. Im zweiten Schritt werden auf individueller Ebene die Effekte, die die Angebote auf das Technikinteresse und die Motivationslage der Zielgruppen hervorrufen, erhoben. Am Ende des MoMoTech Projekts werden Empfehlungen für Maßnahmen ausgesprochen, mit denen Technikinteresse am wirksamsten, effizientesten und nachhaltigsten gefördert werden kann. Anfang 2010 sollen Best Practice Angebote vorgestellt, aber neben den Leuchttürmen auch Löcher in der Angebotspalette identifiziert und benannt werden.

In einem Teilprojekt der RWTH Aachen wird darüber hinaus auf individueller Ebene untersucht, welche Faktoren und Maßnahmen nicht nur Einstellungen, sondern vor allem Entscheidungen von Kindern und Jugendlichen für oder gegen ein vertieftes Interesse an Technik maßgeblich beeinflussen. Gegenstand dieses Teilprojekts ist eine Interviewstudie mit Schüler/innen, Eltern und Lehrkräften.

Eckdaten zum Projekt MoMoTech

  • Laufzeit: 3/2007 – 2/2010
  • Finanzierung: Georgsmarienhütte Holding und acatech Förderverein
  • Projektleitung: Prof. Dr. Ortwin Renn, Universität Stuttgart, Geschäftsführender Direktor, Institut für Sozialwissenschaften, Abteilung für Technik- und Umweltsoziologie, acatech Präsidiumsmitglied
  • Projektpartner:
    • acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften
    • Universität Stuttgart, Institut für Sozialwissenschaften, Abteilung für Technik- und Umweltsoziologie
    • RWTH Aachen, Lehrstuhl für Technikkommunikation und Textlinguistik
    • RWTH Aachen, Institut für Psychologie
    • Dialogik, gemeinnützige Gesellschaft für Kommunikations- und Kooperationsforschung mbH

Zielsetzung von MoMoTech

Hauptziel

Ziel des Projekts ist die Bewertung von Modellprojekten zur Förderung des Technikinteresses durch zwei verschiedene Evaluationsschritte:

  • Im ersten Schritt werden die Projekte empirisch daraufhin untersucht, ob sie ihre Ziele erreichen
  • Im zweiten Schritt wird eine Typologie und Systematisierung dieser Projekte entwickelt

Teilziele

  • Möglichst weitgehende Erfassung von Projekten, Entwicklung einer Systematik und Dokumentation der Projekte in einer Datenbank
  • Förderung von Vernetzung und Austausch zwischen den Projekten, Projektträgern und Aktiven